Die Wohnung ist gefunden – jetzt fehlt noch WLAN. Damit der Start in der WG oder im Wohnheim reibungslos läuft, solltest du ein paar Dinge früh klären.
Erst prüfen: Was gibt es schon?
- Wohnheim: Viele Studierendenwerke betreiben ein eigenes Netz oder haben einen Rahmenvertrag. Dann brauchst du gar keinen eigenen Vertrag. Frag bei der Wohnheimverwaltung nach.
- WG oder Wohnung: Schau nach, welche Anschlussdosen es gibt: Telefondose (DSL), Kabeldose (TV-Kabel) oder Glasfaser-Anschluss. Die Verfügbarkeitsprüfung auf den Anbieterseiten zeigt dir mit deiner genauen Adresse, was möglich ist.
DSL, Kabel, Glasfaser oder mobil?
| Technik | Stärken | Achte auf |
|---|---|---|
| DSL / VDSL | fast überall verfügbar | Geschwindigkeit hängt von der Entfernung zum Verteiler ab |
| Kabel | hohe Download-Raten | Bandbreite wird im Haus geteilt, abends teils langsamer |
| Glasfaser | sehr schnell, stabil, guter Upload | noch nicht überall verfügbar |
| Mobiles Internet (LTE/5G-Router) | sofort startklar, kein Anschluss nötig | abhängig vom Empfang, teils begrenztes Volumen |
Mehr zum Router-Internet ohne Festnetz findest du unter Mobiles Internet.
Wie viel Geschwindigkeit braucht ihr?
Als grobe Orientierung (Richtwerte):
- 1–2 Personen, Streaming und Uni-Videocalls: etwa 50–100 Mbit/s reichen meist.
- 3–4 Personen, gleichzeitiges Streaming, Gaming, Videocalls: 100–250 Mbit/s sind komfortabel.
- Upload nicht vergessen: Für Videocalls und Cloud-Backups ist ein guter Upload wichtiger, als viele denken.
Wer unterschreibt den Vertrag?
Ein Internetvertrag läuft immer auf eine Person. Diese Person ist Vertragspartner und haftet gegenüber dem Anbieter für die Zahlung.
Unser Tipp für WGs: Schreibt kurz auf, wer wie viel zahlt, was beim Auszug passiert und wer den Router bekommt. Eine einfache WG-Vereinbarung erspart später Streit.
Die sogenannte Störerhaftung für WLAN-Betreiber wurde 2017 weitgehend abgeschafft. Trotzdem landet Post wegen Urheberrechtsverstößen zunächst beim Anschlussinhaber. Klärt deshalb in der WG, dass illegale Downloads tabu sind.
Router: mieten oder kaufen?
In Deutschland gilt Routerfreiheit: Du darfst einen eigenen Router verwenden. Den Mietrouter des Anbieters brauchst du also nicht. Ein eigener Router lohnt sich vor allem, wenn ihr länger zusammenwohnt.
Timing: früh bestellen
Zwischen Bestellung und Freischaltung können einige Tage bis wenige Wochen liegen, vor allem wenn ein Techniker kommen muss. Bestell am besten direkt nach Unterschrift des Mietvertrags. Für die Übergangszeit helfen ein großer Handytarif mit Hotspot oder ein mobiler Router.
Und beim Umzug?
Ziehst du um und dein Anbieter kann am neuen Wohnort die vereinbarte Leistung nicht liefern, darfst du den Vertrag mit einer Frist von einem Monat kündigen. Ist der Anbieter dort verfügbar, läuft der Vertrag an der neuen Adresse weiter.
Stand: Oktober 2026, Angaben ohne Gewähr.